Sonnencreme für Tattoos: Sonnenschutz für tätowierte Haut

Was gibt’s besseres, endlich Sommer, kurze Klamotten und der Welt seine neuen Tattoos zeigen. Eigentlich eine gute Idee, wäre da nicht das Problem, dass die Sonne deinen Tattoos schadet.

Wenn du lange unterwegs bist oder einen Tag am Strand in Planung hast, dann solltest du unbedingt an einen guten Sonnenschutz für deine Tätowierungen denken.

So ein Quatsch, denkst du jetzt? Ist leider kein Quatsch, denn die Sonne sorgt dafür, dass deine teuren Tattoos viel schneller verblassen, als sie es sonst würden.

Wenn du also willst, dass deine Tätowierungen bzw. die Farben oder das Schwarz immer kräftig und toll anzuschauen bleiben, dann denk an ausreichenden Schutz vor der Sonne.

Sonnencreme für tätowierte Haut

Es gibt so einige Sonnencremes für tätowierte Haut und das hier sind meine Empfehlungen. Du kannst dich aber auch gerne selbst auf die Suche machen, Hauptsache du schützt deine Haut und Tattoos.

Believa Tattoo Sonnencreme

Die Believa Tattoo Sonnencreme vereint drei Punkte die mir besonders gut gefallen. Sie zieht richtig schnell ein und hinterlässt keinen dicken Fettfilm auf der Haut. Für ausreichenden Schutz sorgt der besonders wirksame UVA/UVB Filter.

TattooMed All in Bundle SUN

Ich gebe zu, das Bundle von TattooMed ist nicht ganz günstig aber es lohnt sich und du bist durch mit Sonnencreme für dieses Jahr. Wenn du nur ein bisschen in die Sonne willst, nimmst du den LSF 25, bei mehr Sonne den LSF 50 und nach dem Sonnenbad die After-Sun-Lotion. Nice.

SKIN STORIES Sun Stick

Man kennt das, morgens noch alles bewölkt und Nachmittags knallt die Sonne. Für alle die dazu neigen, an genau solchen Tagen die Sonnencreme zu vergessen ist dieser Stick der Knaller. Ähnlich groß, wie ein Deo bekommst du UVA/UVB Schutz bei einem LSF von 50+.

boep Sonnencreme

Ich werde mich später in diesem Artikel noch ein bisschen zu chemischem und mineralischem Sonnenschutz auslassen und deswegen wollte ich bei den Empfehlungen auch unbedingt eine mineralische Sonnencreme dabei haben. Die Creme von beop schützt dich mit einem Zinkoxid-Filter vor UVA- und UVB-Strahlung.

So schädigt die Sonne deine Tattoos

Ich hab es ja in der Einleitung schon angedeutet, die Sonne bzw. die UV-Strahlen der Sonne lassen deine Tätowierungen verblassen, wenn du sie zu viel der direkten Sonne aussetzt.

Wie das ganz genau funktioniert, kann ich dir auch nicht erklären, aber im groben ist es so, dass die Tinte das Sonnenlicht absorbiert und durch die UV-Strahlung aufgebrochen wird.

Zwar sind Tätowierungen eigentlich recht sicher, immerhin befinden sie sich unter zwei Hautschichten. Dieser Schutz reicht aber nicht aus, denn wenn deine Haut brauner wird, dann werden die Farben blasser und davon erholen sie sich nicht mehr.

Sind neue Tattoos anfälliger für Sonnenschäden?

Absolut, Tattoos die erst wenige Wochen alt sind oder noch schlimmer frisch gestochen wurden, sind extrem empfindlich, es sind offene Wunden.

Gehst du mit einem frischen Tattoo, also einer offenen Wunde in die Sonne, dann hat die Haut an diesen Stellen keinen und mit keinem meine ich überhaupt keinen Schutz gegenüber der Sonne. Für dich würde das bedeuten, dass deine Haut in kürzester Zeit verbrennt. Für das Tattoo besteht auch kein Schutz und so kann es sehr schnell verblassen, reißen, Blasen werfen oder sich sogar ablösen.

Je nach Größe und Art der Tätowierung solltest du dich von Sonnenbädern fernhalten bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Das kann zwei bis vier Wochen dauern und falls du unsicher bist, dann warte lieber noch etwas länger.

Für Tattoos zahlt man doppelt, mit Geld und mit Schmerzen und es wäre doch schade (dumm) die Qualität des Gestochenen zu riskieren, wegen ein bisschen Ungeduld.

So schützt du deine Tattoos vor der Sonne

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Tattoos vor der schädlichen UV-Strahlung und so vor dem Verblassen zu schützen. Welche am besten zu dir passt, das entscheidest du am besten selbst.

Sonnenschutzcreme

Sonnencreme ist der beste Schutz für deine Tattoos, Fakt. Neben der Tatsache, dass Sonnencreme dabei hilft, deine Tätowierungen zu schützen hilft sie ganz nebenbei auch noch dabei Hautkrebs, Falten, fleckigem Teint und andere Hautschäden vorzubeugen.

Grundsätzlich kannst du dir merken, dass jeder Sunblocker besser ist als kein Sonnenschutz. Wenn du es allerdings richtig machen willst, dann solltest du zu einem Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor 30 bis 50 greifen. Wichtig ist, dass du ein Produkt nutzt das vor UV und UVB-Strahlen schützt, denn die UVB-Strahlen können noch tief in die Haut eindringen und ebenfalls zu Sonnenbrand führen.

Sonnenbrände und dauerhafte UV-Belastung sind bei Weitem der Hauptgrund dafür, dass Tattoos verblassen, die Haut faltig wird und sich stumpf anfühlt.

Jetzt noch ein wichtiger Punkt, denn es gibt zwei Arten von Sonnenschutz. Es gibt chemischen und mineralischen Sonnenschutz.

Chemischer Sonnenschutz, also die handelsübliche Sonnencreme aus der Drogerie wandelt die UV-Strahlen in den meisten Fällen in Wärme um und die wird dann an die Haut abgegeben. Für Tattoos ist ein mineralischer Sonnenschutz die beste Wahl, denn sie bilden dank ihrer Inhaltsstoffe eine Art Spiegel auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlung.

Beide Arten helfen die Tinte zu schützen, ich persönlich greife aber lieber zu einem einer Creme mit mineralischem Schutz.

Wichtig, egal wofür du dich entscheidest, dein Tattoo muss vollständig abgeheilt sein bevor du Sonnencreme auftragen kannst.

Deck dein Tattoo ab

Wenn du kein Bock hast dauernd mit eingecremter Haut herumzulaufen und allgemein keine Lust hast dich dauernd mit Sonnencreme einzuschmieren, dann ist es besser das Tattoo einfach abzudecken.

Die ersten zwei Wochen, besser noch die ersten vier Wochen nach dem Stechen, ist es am besten die Tätowierung nicht oder nur sehr kurz der Sonne auszusetzen.

In den ersten paar Wochen ist eine Tätowierung am empfindlichsten und zu viel direktes Sonnenlicht kann zu verblassen führen. Wenn du ganz viel Pech hast, dann fängst du dir einen Sonnenbrand oder es entstehen Narben.

Im Normalfall reicht eine Schicht Kleidung und falls du ganz sicher gehen willst, dann kannst du dir für die ersten Wochen ein UV-Schutz-Shirt zulegen.

Lass dich im Winter tätowieren

Die vermutlich Stress-freieste Variante, ich persönlich mache das eigentlich nur noch so, lass dich einfach im Winter tätowieren.

Du kannst bzw. solltest mit frischen Tattoos nicht in die Sonne aber auch nicht ins Wasser also kein Salzwasser und auch kein Chlorwasser wie im Schwimmbad. Lässt du dich also zu Nahe am Sommer oder kurz vor deinem Sommerurlaub tätowieren hast du nur zwei Möglichkeiten, du schränkst dich ein oder riskierst dein Tattoo.

Im Winter hast du diese Probleme nicht. Sonne ist eh nur selten draußen und wenn hat man lange Klamotten an und muss die Tinte nicht extra schützen.

Außerdem ist die Haut im Winter blasser und die Farben sehen noch besser aus, ist auch ein Faktor und man kann das Tattoo in Ruhe heilen lassen bevor es das erste Mal mit kurzen Klamotten Raus geht.

Sorge dafür, dass es deiner Haut gut geht

Wenn deine Haut gesund ist, kann sie sich besser vor Umwelteinflüssen schützen und die beste Möglichkeit, deine Haut gesund zu halten ist, sie mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Regelmäßiges Eincremen mit einer Creme, die Feuchtigkeit spendet, regelmäßig ausreichend Wasser trinken und nicht zu heiß duschen, das alles sind Faktoren die sich positiv auf deine Haut auswirken.

Fazit

Tattoo Nachsorge ist wichtig und vor allem ist es wichtig neue Tattoos vor zu viel Sonnenlicht zu schützen. Nur so kannst du sicher gehen, dass dir und deiner Haut nichts Ungewolltes passiert und du deine Tätowierung gut erhalten kannst.

Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Schutz vor der Sonne werden deine Tattoos viel länger kräftig und strahlend schön bleiben.

P.s. Alle Hinweise zum Umgang mit der Sonne gelten natürlich auch für das Solarium.

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